TARA – Zwischen Verletzlichkeit und Stärke
Spuren des Lebens, innere Widersprüche und die Vielschichtigkeit des Menschseins.
Die in Como lebende und arbeitende Künstlerin TARA beschäftigt sich in ihrer Malerei mit den Facetten menschlicher Existenz – mit Identität, Emotionen, innerer Unruhe und den Spuren, die das Leben hinterlässt.
Ihre künstlerische Entwicklung begann mit Selbstporträts und Darstellungen vertrauter Menschen. Im Laufe der Zeit entwickelte sie eine zunehmend experimentelle Bildsprache, die sich zwischen Figuration und Abstraktion bewegt. Dabei erweitert sie die klassischen Mittel der Malerei um ungewöhnliche Materialien wie Eisen, Kupfer, Oxidationen und Collagen.
Charakteristisch für ihre Arbeiten sind kraftvolle Pinselstriche, Spachtelspuren, Kratzer und das bewusste Bearbeiten der Bildoberfläche. Durch das Auftragen, Überlagern und wieder Freilegen entstehen Strukturen, die TARA selbst als Narben der Zeit bezeichnet. Die Leinwand wird zum Sinnbild gelebter Erfahrungen – von Verletzungen und Veränderungen, aber auch von Entwicklung und innerer Stärke.
Ihre Werke bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Kontrolle und Loslassen, Verletzlichkeit und Widerstandskraft, äußerer Erscheinung und innerer Wirklichkeit. Sie hinterfragen die Grenzen zwischen dem vermeintlich Normalen und dem Ungewöhnlichen und laden dazu ein, die Widersprüche des Menschseins nicht als Gegensätze, sondern als Teil unserer Identität zu begreifen.
TARAs Malerei erzählt nicht nur von Emotionen – sie macht sie sichtbar und beinahe körperlich erfahrbar. Ihre ausdrucksstarken Arbeiten berühren unmittelbar und eröffnen zugleich Raum für persönliche Assoziationen und die Auseinandersetzung mit dem eigenen Erleben.